home

Jazz'n'Art

Programm

Archiv

Presse

KunstWerk 

Links

Kontakt

Impressum

Anfahrt

unser bisher leider letzter Termin:

 

 

Donnerstag, den 16.April 2009 

 

Das
Trio Release
trifft
Carola Willbrand
und
Mark Met
Zum 41. Mal begegnen sich improvisierte Musik
und bildende Kunst

This is a trio consisting of three rising stars from the European jazz scene. Sissel Vera Pettersen(Norway) works with names like Marc Ducret, Marilyn Mazur, Jon Balke and Theo Bleckmann. Mikkel Ploug(Denmark) leads his own quartet with saxophonist Mark Turner, and Joachim Badenhorst(Belgium) works with Ellery Eskelin and Han Bennik. 

In April 09 the trio´s debut album “Equilibrium” will be released on the North American label Songlines. The band will be doing a release tour from April 14th-30th, and is playing in Trondheim, Copenhagen, Odense, Antwerp, Brussels, Köln, at Unterfart in Munich and the Brno festival in Czech.

Line up:

Sissel Vera Pettersen(Norway) – soprano sax / vocal / live electronic processing
Joachim Badenhorst(Belgium) – tenor sax / clarinet / bass clarinet
Mikkel Ploug(Danmark) – acoustic & electric guitars

The music is an electro-acoustic mix of highly original compositions and free improvisation, and you can hear a little of it here: www.myspace.com/mikkelplougsisselverapettersen

You can also find more about the musicians on these websites:
www.sisselvera.com
www.mikkelploug.com
www.badenhorst.be

Mark Met aus Amsterdam arbeitet mit unterschiedlichen Medien Schriftbildern, Fotografie/Film, Objekten und Performances. Mark Met zeigt sich als lebendes Modell in Fotoromanen, die die Männerbilder seiner Kindheit – den 50er Jahren –zeigen. Die Vorstellung vom Mann in dieser Zeit war eindeutig, schwarz/weiß und ungebrochen.Mark Met agierte z.B. als Jäger oder als U-Boot-Kapitän, der die abgeschossenen U-Boote zählt bis ihm die Luft wegbleibt in dem Film „U- und so weiter“. Oder Mark Met erscheint in einer Fotosequenz als „Funky Devil“ mit einem Megaphon in der Hand im weißen Anzug, das Gesicht geschwärzt. Dieses Bild verweist auf die so genannten Minstrel Shows Anfang des letzten Jahrhunderts in Amerika. Weiße Unterhaltungsmusiker färbten ihre Gesichter schwarz (Blackface). Sie imitierten zur Belustigung eines zumeist weißen Publikums die Sprache, die Musik, den Tanz der Afroamerikaner. Mark Met aber setzt den afroamerikanischen Musikern dieser Zeit ein Denkmal, die mit ihrer Musik den Grundstein für die Entwicklung der schwarzen Musik (Amerikas) im Jazz, in der Popmusik legten.

Auch arbeitet Mark Met mit dem äußeren Erscheinungsbild, den Kleidern dieser Männerbilder als skulpturale Installation. Da kann schon mal ein riesenhafter ‚Gorilla“ an dickem Seil hängen - wie in der Ausstellung „Interessante Alternative“ 2007 im Treppenauge der Galerie im Turm, Bürgerhaus Stollwerck.

Die Schriftbilder Mark Mets entstehen oft ortsgebunden, d.h. daß sich Mark Met von der Sprache z.B. einem Kneipennamen, inspirieren läßt „Zum Strammen Hund“ oder von der Geschichte eines Ortes wie z.B. im Kulturpalast Wedding wurde der Rote Wedding noch mal lebendig mit Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht als Gerippe in Form zweier Bettgestelle: DIE WAHRHEITEN MÜSSEN AKROBATEN WERDEN, DAMIT WIR SIE ERKENNEN. http://kulturpalastwedding.wordpress.com/2007/05/

 

Carola Willbrand, Köln, fertigt aus Kleidungsstücken, die sie selbst einmal getragen hat oder aus dem engeren Familienkreis stammen körperhafte, zwischen Mensch und Tier angesiedelte Zwitterwesen. Zuweilen werden s/w-Fotos in Skulpturen eingearbeitet. Carola Willbrand verwendete aber vor allem Fotos, die sie von sich selbst macht, in denen sie sich selbst durch das Auge des Objektivs beobachtet. Die „Bärin“ gehört zu einer Serie von Tier-Skulpturen, die sich auf weibliche, keltische Tier-Gottheiten beziehen. Die Bärengöttin Artio ist die Göttin der Jagd und des Waldes. Carola Willbrand interessiert sich für Mythologien in Bezug auf die Frage, inwiefern solche Vorstellungswelten heute noch wirksam sind.

Auch begegnete ‚Artio – die Bärin‘ mit Carola Willbrand (und anderen TierErscheinungen in skulpturaler Form) Mark Met, dem Jäger in der Performance/Installation „Der Jäger und die Wilde Frau“. Diese gemeinsame Arbeit, die sich von der Performance zur Installation entwickelte (Schloß Burgau und Kreismuseum Blankenheim 2006) wurde mit dem gleichnamigen Künstlerbuch und einem Text über die Jagd als erotische Männerkunst von Oswald von Wolkenstein (der letzte deutsche Minnesänger 1377-1445) 2007/2008 abgeschlossen.

Das Künstlerbuch nämlich ist eine besondere Spezialität von Carola Willbrand, in dem sie ihre Befragungen des (weiblichen) Alltags und der (weiblichen) Sozialisation in Zeichnungen (oft mit der Nähmaschine), Texten und Fotos zeigt. (Einzelausstellungen z. B. 2008 Museum Burg Wissem und 2007 Klingspor Museum Offenbach mit Katalog)

Im ‚Kunstwerk‘ wollen die beiden Künstler ihre Geistesblitze in einer großzügigen Installation der Skulpturen und Zeichnungen von Carola Willbrand und den Fotoarbeiten, Schriftbildern und tragbaren MännerBildFragmenten von Mark Met sprühen und aufeinander prasseln lassen!

Carola Willbrand 27. Januar 2009

www.markmet.com
http://carola-willbrand.bildkunstnet.de/